Interview mit dem ehemaligen Lilienspieler Carsten Lakies

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Interview mit dem ehemaligen Lilienspieler Carsten Lakies

16. Juli 2018
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Carsten Lakies und Roger Menzer beim gemeinsamen Interview. Foto: Roger Menzer

Der ehemalige Fanradio-Kommentator Roger Menzer verbrachte im Rahmen der Fußball-Weltmeisterschaft ein paar Tage in Russland. Bei seinem Aufenthalt traf er den ehemaligen Lilienspieler Carsten Lakies, der ebenfalls vor Ort war. Gemeinsam konnten die beiden auf die Karriere von Lakies zurückschauen. Viel Spaß beim Lesen!

Roger Menzer: Zunächst einmal vielen Dank, dass Du Dir für dieses Interview die Zeit nimmst. Wie geht es Dir und was machst Du zur Zeit?

Carsten Lakies: Naja, nach dem “kläglichen” Ausscheiden der deutschen Nationalmannschaft ist man schon enttäuscht und frustriert, aber das Leben geht weiter. Gerade im Fußball ist alles so schnelllebig, sodass man sich bald wieder neu orientieren muss.

Ansonsten geht es mir gut, ich genieße meinen Urlaub als Disponent bei einem Entsorgungsunternehmen. Ich war mit Freunden bei der WM in Russland unterwegs, anschließend 3-4 Tage auf Mallorca und nun bin ich noch eine Woche zu Hause…

RM: Du hast deine Karriere als Spieler 2008 beim KSV Baunatal beendet und bist dann in den Trainerstab gewechselt. Zunächst als Co. Trainer, ehe du dann Cheftrainer wurdest. War die Umstellung vom Spieler zum Trainer sehr groß?

CL: Die Umstellung vom “spielenden” Co-Trainer zum Cheftrainer ging eigentlich ziemlich reibungslos von statten, obwohl mir die “Kickerei” in den ersten 1-2 Jahren schon ziemlich gefehlt hat. Aber irgendwann gewöhnt man sich daran, dass dieser Lebensabschnitt zu Ende ist und ein Neuer, Toller und vor allem sehr Interessanter beginnt.

RM: Am 31. Spieltag der Bundesliga Saison 96/97 hat Dich Dein damaliger Trainer beim FC Bayern München, Giovanni Trapattoni, in der 80. Minute für Jürgen Klinsmann beim Heimspiel und beim Stande von 0:0 gegen den SC Freiburg eingewechselt. Was war das für ein Gefühl und hast Du überhaupt mitbekommen, wie Jürgen Klinsmann auf seine Auswechslung reagiert hat?

CL: Klar war das eines, wenn nicht sogar das Highlight meiner Karriere. Durch meine sehr guten Leistungen bei den Bayern Amateuren habe ich die Chance bekommen, beim FC Bayern mit Spielern wie Kahn, Matthäus, Scholl, Basler und natürlich Klinsmann, in der Bundesliga zu trainieren und zu spielen. Am Ende stand sogar der Gewinn der Deutschen Meisterschaft. Viele reduzieren meinen Einsatz “nur” auf Klinsmanns Tonnentritt, jedoch hatte ich mir diesen Einsatz aus den genannten Gründen verdient und um ein Haar hätte ich mich sogar noch mit einem Kopfballtor belohnt, der Ball ging aber leider knapp drüber.

RM: Zur Saison 2002/2003 kamst Du vom VfR Mannheim zurück nach Darmstadt, Du wurdest in allen 36 Spielen eingesetzt und Dir gelangen insgesamt 10 Treffer. Nach einem guten Start von 9 Spielen ohne Niederlage traf es euch das erste Mal am 10. Spieltag, wo ihr mit 0:2 in Augsburg verloren habt. Ab da ging es in der Tabelle bergab und am Ende stand der Abstieg in die Oberliga Hessen. Wenn Du heute darüber nachdenkst: Woran hat es Deiner Meinung nach gelegen, dass ihr nach diesem Spiel nicht mehr richtig in die Spur gefunden habt?

CL: Das lag meiner Meinung nach nicht an der Niederlage allein. Die Leichtigkeit war weg und der Teamgeist ging nach und nach den Bach runter. Unser Problem war zum Beispiel am Ende der Saison die beiden Heimniederlagen gegen die schon als Aufsteiger feststehenden Teams aus Unterhaching und Regensburg. Da hat unsere Einstellung hinten und vorne nicht gepasst. Es waren viele kleine Puzzleteile, die am Ende den Abstieg zur Folge hatten.

RM: Verfolgst du heute noch, was in Darmstadt passiert?

CL: Klar, Darmstadt 98 hat immer noch einen großen Platz in meinem Herzen, ich habe noch viele Freunde in Darmstadt und komme auch häufiger zu spielen meiner Lilien.

Vielen Dank für das Interview, Carsten Lakies. Weiterhin alles Gute für Deine Zukunft.

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